Schlechter Geruch bei Daunenprodukten & was man dagegen tun kann

Daunenliebhaber kennen das Problem bestimmt: der modrige und unangenehme Geruch, den Daunen abgeben können. Doch woher kommt dieser überhaupt und wie können Sie ihn vermeiden bzw. im Nachhinein beseitigen?

Inhalt:

Wodurch entsteht ein schlechter Daunengeruch?

Käufer von neuen Daunenprodukten beschweren sich nicht selten über einen unangenehmen Geruch. Haben Sie etwa das falsche Produkt gekauft? Das kann natürlich sein – doch in den meisten Fällen lässt sich der Übeltäter sogar eher in der falschen Wäsche finden! 

Haben Sie gerade ein nagelneues Daunenprodukt gekauft, werden Sie dieses vermutlich zuerst einmal waschen.

In vielen Fällen wird schon dann ein muffiger Geruch bemerkbar. Bevor Sie sich allerdings vorschnell ärgern, sollten Sie sich statt irgendwelchen Duftsprays lieber überlegen, wie Sie Daunen besser waschen können. Beachten Sie: meistens ist das Falsche Trocknen nach dem Waschen schuld!

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Spezielles Waschmittel für die Reinigung von Federn-, daunen- oder synthetisch-gefüllte Bettdecken, Anoraks, Schlafsäcke, Kopfkissen und vieles mehr.

Das ist neben dem Kauf von Billigprodukten unserer Meinung nach die häufigste Ursache für schlecht riechende Daunen. Lässt man die Daunen ohne Trockner lufttrocknen, müssen diese bestimmt 2-3 Tage lang von selbst trocknen. 

Dabei müssen Sie nicht nur sehr lange warten, sondern riskieren auch den typischen modrigen Geruch – also: auf keinen Fall auf den Trockner verzichten!

Prävention: darauf sollten Sie beim Kauf achten

Natürlich können Sie schon beim Kauf sicherstellen, dass Ihre Daunenprodukte Ihnen später nicht auf die Geruchsnerven gehen. Es ist absolut empfehlenswert, in hochwertige Daunen zu investieren. 

Die Kosten, die entstehen, wenn Sie nach jeder Wäsche ein neues Produkt kaufen müssen, rechnen sich einfach nicht. Minderwertige Federn (häufig von Enten) können diesen Anspruch einfach nicht liefern. Häufig sind diese dann schlecht oder gar nicht gewaschen.

Daunenprodukte kaufen
Achten Sie beim Kauf auf Zertifikate wie Traumpass. Bild ©kasto – stock.adobe.com (Datei Nr.: 160888579)

Achten Sie an dieser Stelle auch unbedingt auf den Kauf von artgerechten Produkten, um Gräueltaten wie den Lebendrupf zu vermeiden. 

Auf Tierschutz bei Daunenfedern zu achten, kann Ihnen selbst an dieser Stelle einige Vorteile bringen. Recycelte Daunen können sich ebenso negativ auf die Daunenqualität auswirken. Solche Produkte machen Ihnen am Ende nur Scherereien.

Beste Kauftipps: achten Sie auf Gütesiegel, wie den Traumpass , kaufen Sie Produkte aus Deutschland, bzw. der DACH Region und informieren Sie sich vorher möglichst genau über den Hersteller

Mit Eiderenten-Daunen sind Sie auf der sicheren Seite – die sind zwar teuer, stehen aber unter Artenschutz und werden daher mit besonders viel Sorgfalt und Achtsamkeit verwertet! Kaufen Sie qualitätshohe Produkte, ist auch der Geruch besser.

Tipps gegen schlecht riechende Daunenprodukte

Doch was können Sie nun tun, wenn Ihre Daunenprodukte bereits schlecht riechen? Um den Geruch wegzubekommen, hilft nur richtiges Waschen. Beachten Sie dafür folgende Checkliste:

1.Pflegehinweise des Herstellers beachten: wasserdichte Daunenschlafsäcke beispielsweise sollte wirklich nur im Extremfall gewaschen werden, da sie sonst beschädigt werden.

2.Eine möglichst geringe Schleuderzahl einstellen

3.Alle Reißverschlüsse zumachen, aber Knöpfe etc. öffnen bzw. lockern

4.Nur 1 Daunenprodukt pro Wäsche: so erreichen Sie die notwendige Spülkraft

5.Waschprogramm: nehmen Sie kein Seidenwaschprogramm, sonst fehlt das Zwischenschleudern, das gut für die Daunen wäre. Lieber Fein- oder Wollwaschprogramm.

6.Niemals Weichspüler benutzen!

7.Der richtige Pflegezeitraum: bei Daunendecken kommen Sie im Fall 1-2 Jahre aus, bis sie diese wieder waschen müssen, außer sie sind sehr verschmutzt. Daunenkissen vertragen eine Wäsche 1-2 Mal pro Jahr. Zu oft ist auch nicht gut, aber die Pflege schadet den Daunen nicht.

8.Ein spezielles Daunenwaschmittel ist ein Muss! Ansonsten können die Daunen verklumpen und Ihre schöne Bauschkraft verlieren. Mehr dazu erfahren Sie hier.

9.Nach der Wäsche Daunen leicht aufschütteln vor dem Trockengang (Anleitung)

10.Mehrere Trocknungsgänge sind von Vorteil: bitte bei maximal 30 Grad!

11.Geben Sie 2-3 Tennisbälle in den Trockner dazu, um Klumpen entgegenzuwirken

12. Unbedingt immer Trockner verwenden: wenn möglich, nicht lufttrocknen lassen

Sind Ihre Daunenprodukte richtig gewaschen, sind sie wieder sauber, hygienisch und luftig-weich. Auch der schlechte Geruch sollte sich jetzt verflüchtigt haben. Ist dies nicht der Fall, sollten Sie nächstes Mal vielleicht auf hochwertigere Daunen setzen.

Fazit

Die häufigsten Ursachen für schlecht riechende Daunen sind entweder Billigprodukte, Daunen aus schlechter Tierhaltung, oder aber falsch gewaschene oder getrocknete Produkte. Beachten Sie unbedingt unsere Pflege-und Waschtipps und kaufen Sie Ihre qualitätshohen Daunen weise!

Gerald Bacher
Gerald Bacher

Als ich vor einigen Jahren eine Dokumentation über Tierleid bei der Daunengewinnung gesehen habe, war für mich klar, dass ich hier einen Beitrag leisten will. Seitdem berichte ich bei Daunenfeder.com über Tierschutz bei Daunenprodukten und woran man als Laie Qualität erkennen kann.