Daunen & Allergie: Sind Daunenprodukte für Allergiker geeignet?

Als Allergiker verzichten Sie bewusst auf Daunen? Das müssen Sie nicht, denn Fakt ist: Daunen sind für Allergiker geeignet. Auch wenn das im ersten Moment gegen alles spricht, was Sie über Daunen wissen, so ist es doch Tatsache, dass Daunen keine erhöhte Gefahr für Allergiker bergen – allergische Symptome treten in den meisten Fällen nämlich nicht wegen einer Daunen Allergie, sondern aufgrund von Milben und deren Ausscheidungen auf. Warum Sie auch als Allergiker nicht auf Daunenbettdecken & Co. verzichten müssen, erfahren Sie hier bei Daunenfeder.com.

Allergien durch Hausstaubmilben

Allergische Reaktionen

Meist sind es nicht Daunen, sondern Hausstaubmilben, die für eine Allergie verantwortlich sind.

Husten, eine verstopfte Nase oder Atemnot: Eine allergische Reaktion ist nicht zu unterschätzen, weshalb von vornherein alle möglichen Verursacher aus dem Weg geräumt werden. Daunen sind hier leider zu Unrecht häufig unter den ersten Dingen, die Sie (als Allergiker) von sich weisen.

Allerdings ist nicht eine Daunen Allergie das Problem. Vielmehr ist es die sogenannten Hausstaubmilbe und ihre Ausscheidungen.

Hausstaubmilben sind winzig-kleine Spinnentiere, die gerade einmal 0,2 mm groß sind und sich gerne dort einnisten, wo es warm und feucht ist. Sie ernähren sich am liebsten von menschlichen Hautschuppen und sind deshalb vor allem dort anzutreffen, wo wir Menschen uns aufhalten – insbesondere im Bett.

Eine tatsächliche Feder- bzw. Daunen Allergie ist zwar möglich, laut Experten jedoch äußerst selten.

Wo sich Hausstaubmilben einnisten

Nun liegt natürlich der Gedanke nah, dass Hausstaubmilben in Daunenprodukten häufiger vorkommen, denn warm sind die in jedem Fall. Daunenprodukte sind jedoch keineswegs feucht, denn: Daunen besitzen eine äußerst hohe Absorptionsfähigkeit, die bei rund 11 Prozent ihres Eigengewichtes liegt. Daunendecken sind also eher trocken, statt feucht – und damit auch nicht der ideale Ort für Milben.

Sehr viel häufiger kommen die kleinen Tierchen in Matratzen vor, weshalb das Hauptaugenmerk vor allem der Schlafunterlage gelten sollte. Warum die Daunendecke nicht so stark befallen ist, konnte bis heute nicht abschließend geklärt werden. Eine Vermutung: Die dichte Hülle der Daunendecken macht das Eindringen der Milben besonders schwer.

Tipps, um Milbenbefall zu verhindern

Bettdecke lüften

Milben liebes es feucht und warm. Regelmäßiges lüften hilft gegen Milben.

Um allergische Reaktionen zu vermeiden, ist es von entscheidender Bedeutung, den Hausstaubmilben gar nicht erst Tür und Tor zu öffnen. Einfache Maßnahmen können hier große Wirkung haben. Die folgenden fünf Tipps sollten vor allem Allergiker, aber auch all diejenigen befolgen, die Ihr Bett nicht mit Milben teilen möchten:

  • Nutzen Sie einen speziellen geschlossenen Bezug für Ihre Matratze, der Milben keine Chance lässt, einzudringen.
  • Lüften Sie das Schlafzimmer und die Bettwaren regelmäßig, um gegen ein feucht-warmes Klima (der Traum aller Milben) vorzugehen.
  • Versuchen Sie die Temperatur im Schlafzimmer unter 22 Grad Celsius zu halten.
  • Vermeiden Sie Schimmel bei Pflanzen im Zimmer. Da sie häufig (unbemerkt) schimmeln, bieten sie zusätzliche Nahrung für Milben und erhöhen die Gefahr der Vermehrung.
  • Wischen Sie regelmäßig Staub – natürlich ist auch regelmäßiges Staubsaugen wichtig.

Fünf sehr einfache Tipps, die jedoch sehr effektiv sind, um Milbenbefall von vornherein zu vermeiden. Natürlich ist das häufig ein wenig mühsam, für Allergiker jedoch ganz besonders wichtig, um für ein angenehmes und gesundes Schlafklima zu sorgen – ganz unabhängig davon, ob Sie in einer Synthetik- oder Daunendecke schlafen.

Tipps für Allergiker

Milbenbefall

Regelmäßiges waschen ist bei Milbenbefall unbedingt erforderlich.

Komplett vermeiden lässt sich der Milbenbefall zwar nicht, mit den oben genannten Maßnahmen können Sie ihn jedoch zumindest auf ein Minimum reduzieren. Gleichzeitig ist es wichtig, dass Sie regelmäßig für eine Komplettreinigung der Bettwaren sorgen. Das bedeutet:

  • Waschen und wechseln Sie die Bettbezüge regelmäßig (circa einmal pro Woche) – lieber einmal zu oft, als einmal zu wenig.
  • Waschen Sie als Allergiker die Bettdecke und das Kopfkissen alle sechs bis acht Monate bei 60 Grad Celsius, um die Milben abzutöten. Ein spezielles Daunenwaschmittel können Sie benutzen, das ist jedoch kein Muss – normales Feinwaschmittel (kein Vollwaschmittel, kein Weichspüler) reicht vollkommen aus. Die Häufigkeit der Wäsche ist wohl der größte Unterschied zu „Nicht-Allergikern“, denen empfohlen wird, Ihre Daunendecken alle zwei Jahre zu waschen.
  • Alternativ können Sie die Daunenbettdecke auch zur Reinigung geben.

Die Matratze lässt sich natürlich nicht reinigen, was in puncto Milbenallergie ein Problem darstellt. Hier hilft nur die Nutzung eines spezielles Milbenbezugs, der die Tierchen im Inneren einschließt (und damit abtötet) und dafür sorgt, dass sich keine weiteren Milben einnisten können.

Wichtig: Sollten Sie trotz all dieser Maßnahmen bei der Verwendung einer Daunendecke allergische Symptome feststellen, kann es sich tatsächlich um eine Daunenallergie handeln. Klären Sie dies unbedingt mit einem Hautarzt ab, um die genaue Ursache Ihrer Allergie zu klären.

Dass Daunen nicht für Allergiker geeignet sind, ist ein weitverbreiteter Irrglaube, denn eine Daunen Allergie liegt nur in den allerwenigsten Fällen vor. Meist sind es die Ausscheidungen der Hausstaubmilbe, die die Symptome hervorrufen – aus diesem Grund ist es umso wichtiger, entsprechende Präventivmaßnahmen zu ergreifen und die Daunendecke regelmäßig zu waschen.

So können Sie sich nach einem stressigen Arbeitstag auch als Allergiker in Ihr kuscheliges Daunenbett werfen, ohne Atemnotsanfälle befürchten zu müssen. Befolgen Sie dafür einfach die Tipps in diesem Artikel.