Der Sommer neigt sich unweigerlich dem Ende entgegen. Schon werden die Tage kürzer und kühler, der Ventilator, der uns im Sommer treue Dienste geleistet hat, verschwindet im Schrank und wir frieren nachts, wenn wir uns nur mit einem Leintuch zudecken. Doch was kommt als nächstes? Wer jetzt an den Winterschlaf denkt, liegt gar nicht so falsch: Im Winter brauchen wir mehr Schlaf. Wie Sie Ihr Schlafzimmer für die Herbst- und Wintersaison vorbereiten, zeigen wir Ihnen in diesem Beitrag.

Federweich gebettet

Schauen wir uns als erstes Ihr Bett an. Im Sommer waren Sie wahrscheinlich froh über dünne Decken und kühlende Stoffe aus der Natur, vor allem dann, wenn sich selbst in der Nacht einfach keine Abkühlung einstellen wollte. Damit ist jetzt in eiskalten Winternächten Schluss.

Wer schnell friert, kann seiner Matratze mit einem Matratzentopper ein Winterkleid anziehen, das die Prinzessin auf der Erbse vor Neid erblassen lässt, so gemütlich schläft es sich auf der Matratzenauflage. Die weichen, anschmiegsamen Auflagen wärmen außerdem sanft von unten, was sie für den Winter zu einer sehr guten Wahl machen.

Flauschige Decke

Mit einer flauschigen Daunendecke können Sie perfekt in die kalte Jahreszeit starten. © Monster – stock.adobe.com

Bettdecken, unter denen wir so richtig verschwinden können, kommen im Herbst und Winter ebenfalls wieder zum Einsatz. Während wir unter Kunstfaserfüllungen häufig kalte Füße bekommen, kann uns das mit einer dicken Winterdaunendecke nicht passieren. Übrigens spielt auch die Deckengröße eine Rolle: Wer sich im Schlaf viel bewegt, sollte eine größere Decke wählen, um die Gefahr zu minimieren, dass die Decke einfach auf den Boden rutscht und es ein eiskaltes Erwachen gibt.

Das persönliche Wärmeempfinden ist hier natürlich ausschlaggebend: Wenn Sie nachts immer frieren, kann die Bettdecke noch etwas dicker sein, wenn Ihnen schnell zu warm wird, sollten Sie ein dünneres Modell in Betracht ziehen. Erlaubt ist, was den individuellen Bedürfnissen am besten entspricht. Schütteln Sie Ihre Daunendecke jeden Morgen – vielleicht sogar auf dem Balkon – aus, so fühlt sich ihr Bett jeden Tag aufs Neue kuschelweich an.

Im Sommer und im Winter gilt, dass das richtige Kopfkissen für Ihre Schlafposition darüber entscheidet, wie gut Sie zur Ruhe kommen. Betten Sie Ihren Kopf vor allem im Winter auf der idealen Unterlage. Wenn Ihr Kopf gut gestützt ist, schützen Sie sich vor empfindlichen Kopfschmerzen.

Gemütlich eingerichtet

Lassen Sie das Schlafzimmer nicht zum rein funktionalen Raum verkommen, sondern lassen Sie den Herbst und wenig später den Winterzauber im besten Sinne in Ihr Zuhause einziehen. Wie das geht? Ganz einfach mit gemütlicher Wohlfühldeko – außer natürlich, Sie setzen auf Purismus im eigenen Zuhause, aber auch dann können weiße Vasen oder kahle Äste Ihr Schlafzimmer in eine Wohlfühloase verwandeln.

Herbst-Winterdeko

Herbst-Winterliche Deko lässt das eigene Zuhause gleich viel gemütlicher wirken.

Für alle anderen gilt: Gerade im Winter sind der Phantasie in der Gestaltung der Innenräume keine Grenzen gesetzt. Kerzen und Lichterketten verleihen dem Raum wohlige Gemütlichkeit. Mit Kuscheldecken, Zierkissen in Strickoptik und Kunstfellen wird das Bett noch kuscheliger (und erhält fast eine gewisse magnetische Anziehungskraft, der Sie widerstehen müssen).

Und auch Dekorationsobjekte aus der Natur eignen sich wunderbar, um Fensterbänke und Nachtkästchen zu verschönern. Äste, Tannenzweige oder Kiefernzapfen lassen den Raum wunderbar aromatisch riechen und holen die Natur auch dann ins Haus, wenn es vor dem Fenster klirrend kalt ist.

Inspiration ist und bleibt eben doch die beste Kur gegen Wintermüdigkeit. Und wenn über Ihrem Bett zur Weihnachtszeit selbstgefaltete Papiersterne von der Decke baumeln, wachen Sie mit Sicherheit in der Früh mit einem Lächeln auf den Lippen auf.

Perfekt klimatisiert

Die Gefahr von Schimmelbefall oder Hausstaubmilben, die sich in den Bettwaren tummeln und dort so richtig wohlfühlen, steigt im Winter deutlich an. Grund dafür ist die Luftfeuchtigkeit in den Innenräumen. Wer zu wenig lüftet, oder bei wem die Fenster undicht sind, sorgt dafür, dass Schimmel besser wachsen kann.

Angenehmes Klima

Auch im Winter sollte stets für eine regelmäßige Frischluftzufuhr gesorgt werden.

Im Schlafzimmer sollte im Winter möglichst wenig geheizt werden. Die optimale Schlafzimmertemperatur liegt bei 15-18 Grad. Entwarnung gibt es für Frischluftfanatiker, die auch im Winter nicht bei geschlossenem Fenster schlafen können: Auch im Winter können Sie unbesorgt das Fenster geöffnet oder gekippt lassen. Vorausgesetzt, Sie frieren nicht, denn wer friert, verspannt sich und wer sich verspannt fühlt, ist am nächsten Morgen nicht frisch und munter, sondern müde und abgeschlagen.

Für alle anderen, die ihr Zuhause im Winter am liebsten einer kuscheligen Bärenhöhle gleich gestalten wollen, ergeht trotzdem die Aufforderung, regelmäßig zu lüften, ganz besonders direkt vor dem Schlafengehen, denn unser Körper benötigt frische Luft, um richtig müde zu werden. Wenn im Schlafraum die Luft zu trocken ist – was man vor allem daran merkt, dass die Schleimhäute sich am nächsten Morgen wie Sandpapier anfühlen – kann ein Schälchen mit Wasser Abhilfe schaffen.

Gut gekleidet

Selbstverständlich hat gut gekleidet wenig mit der klassischen Abendgarderobe zu tun. Stattdessen soll es an dieser Stelle um die Wahl des richtigen Pyjamas gehen. In erster Linie bequem sollte er sein. Kuschelige Materialien sind beispielsweise Baumwolle oder Flanell. Sie sind außerdem saugfähig und atmungsaktiv.

Sommers wie winters ist auch Seide eine gute Wahl. Sie wirkt temperaturausgleichend und wärmt oder kühlt je nachdem, was der Körper für den Moment benötigt. Synthetische Stoffe sollten Sie dagegen eher vermeiden, sie kleben unangenehm auf der Haut und haben schlechte Wärmeeigenschaften.

Gemütliche Wollsocken

Wenn die Füße im Herbst als erstes den Temperaturabfall bemerken, helfen kuschelige Wollsöcke!

Wer dazu tendiert, kalte Füße zu bekommen, sollte seinen Kuschelsocken aus Wolle am besten in der Nähe des Fußendes aufbewahren. Wenn die Füße nachts kaltwerden, einfach in die Socken schlüpfen und gewärmt zurück ins Land der Träume gleiten.

Gute ‚Kleidung‘ gibt es natürlich auch für das Bett selbst. Auch als Bettwäsche sind Naturmaterialien am besten geeignet. Kuschelige Bettbezüge laden zum Verweilen ein, sind atmungsaktiv und feuchtigkeitsregulierend, sodass Sie nachts garantiert nicht Schwitzen.

Wunderbar ausgeschlafen

Im Winter braucht unser Körper nachweislich mehr Schlaf. Doch bei vielen will der Schlaf sich einfach nicht einstellen. So paradox es im ersten Moment auch klingen mag, es stimmt doch: Wer darauf achtet, ausreichend Tageslicht zu tanken, schläft um einiges besser. Auch Bewegung hilft, um abends besser zur Ruhe zu kommen.

Ruhige Bettzeit

Eine Tasse warme Milch oder Baldrian-Tee und dazu ein gutes Buch als Zubettgeh-Entspannung.

Starten Sie am Abend Ihr persönliches Entspannungsprogramm, bevor Sie zu Bett gehen. Dazu kann ein heißes Bad gehören, ein Glas warmer Milch oder ruhige Musik. Nicht ins Schlafzimmer gehören hingegen Handy, Tablet und Co., die uns nur den Schlaf rauben.

Ein gemütlich-eingerichtetes Schlafzimmer mit einer dicken Decke und einem Kissen, das Ihre Schlafposition optimal unterstützt, ist hingegen absolut ideal, um durch die kalte, graue Jahreszeit zu kommen und sich trotzdem fit und ausgeruht zu fühlen.

Haben wir irgendwelche Tipps vergessen? Oder haben Sie vielleicht ganz eigene Methoden, Ihr Schlafzimmer für die kühle Saison einzurichten? Dann schreiben Sie uns jetzt ein Kommentar, wir würden uns freuen!

Veröffentlicht von Christina

Leave a reply

Ihre E-Mail-Adresse wird nicht veröffentlicht. Erforderliche Felder sind mit * markiert.