Hülle für Daunenbettdecken kaufen – Qualitätsmerkmale

Direkter Stepp oder Kassettenstepp, Baumwolle oder Seide – und wie viel Nm brauche ich eigentlich? All diese Dinge sind entscheidend, wenn Sie auf der Suche nach einer hochwertigen Hülle (auch Inlett genannt) für Ihre Daunenbettdecke sind. Was es mit diesen Dingen auf sich hat, erfahren Sie in folgendem Ratgeber.

Stepparten und Materialien

Die meisten Inletts werden aus Baumwolle unterschiedlicher Qualität gefertigt, da dieser Stoff wunderbar „eng“ zu weben ist, sodass keine Daunen austreten können. Satin ist hier ebenfalls möglich, allerdings ist es sehr schwer, für „Daunendichtheit“ zu sorgen. Auch ein Grund warum Satin-Hüllen für Daunendecken meist teurer sind.

Vor dem Kauf sollten Sie außerdem einen Blick auf die Art des Stepps werfen, die genutzt wird, um ein Verrutschen der Daunen innerhalb des Inletts zu vermeiden. Hier unterscheidet man zwischen zwei Arten:

1. Direkter Stepp: Oberer und unterer Teil der Decke werden direkt verbunden. Diese Steppart kommt vor allem bei leichten Sommer-Daunenbettdecken zum Einsatz.

2. Kassettenstepp: Die charakteristischen einzelnen Kästchen werden über Nähte „zusammengefasst“. An den Stellen, wo die Nähte liegen, kommen sogenannte Stege zum Einsatz, die dafür sorgen, dass keine Wärme verloren geht. Vor allem bei Winter-Daunendecken kommt diese Technik zum Einsatz.

Die Art der Steppung ist also weniger ein Qualitätsfaktor, sondern viel mehr ein Zeichen für den Wärmegrad der Bettdecke.

Allergiker-geeignetes Material

Hausstaubmilbenallergie

Daunen sind bei Allergien nicht das Problem, die falsche Hülle kann es jedoch sein.

Daunen stehen immer wieder im Fokus, wenn es darum geht, ob Sie auch für Allergiker geeignet sind – dieser Frage sind wir bei Daunenfeder.com bereits in einem Extra-Artikel nach gegangen. Das Ergebnis: Daunen sind für Allergiker kein Problem. Wohl aber der falsche Bezug.

Aus diesem Grund sollten vor allem Allergiker auf Inletts setzen, die entweder aus Baumwolle oder hochwertiger Seide gefertigt sind. So sind Sie in jedem Fall auf der sicheren Seite.

Qualität bei Daunendecken-Inletts

Geht es nun um die Qualität der Daunenecken-Inletts wird vor allem die Kennzahl „Nm“, die die Länge (in Metern) eines Gramm des Garn beschreibt. Das bedeutet also:

  • 100 Nm = 100 Meter des Garns wiegen ein Gramm.
  • 200 Nm = 200 Meter des Garns wiegen ein Gramm.
  • 275 Nm (Maximum bei Daunenbettdecken-Hüllen) = 275 Meter des Garns wiegen ein Gramm.

Demnach ist der Garn umso feiner, je höher die Nm-Zahl ist – ein Zeichen für Qualität, denn fein bedeutet gleichzeitig leicht und anschmiegsam.

Neben der Nm-Zahl ist außerdem die Webart entscheidend, um die Qualität zu bewerten. Aus beiden Kennziffern zusammen ergeben sich so Hüllenarten mit eigenständigen Namen:

1. Perkal-Hülle: Sie wird über die einfache, aber effektive Leinwandbindung gefertigt, die gleichzeitig die engste Fädenverkreuzung zulässt. Der Garn, der hier verwendet wird, weist zwischen 100 Nm und 135 Nm auf. Bei der Leinwandbindung fühlen sich beide Seiten des Inletts gleich an.

2. Mako-Batist-Hülle: Auch hier kommt die Leinwandbindung zum Einsatz – allerdings liegt das verwendete Garn bei 135 Nm bis 170 Nm. Bei superfeinem Mako-Batist spricht man von besonders hochwertigem Garn mit mehr als 200 Nm.

3. Satin-Inletts: Satin ist noch weicher und anschmiegsamer, gleichzeitig jedoch schwer daunendicht zu machen – ist das doch geschafft, haben Sie hier eine Hülle, die in Ihrer Qualität nur schwer zu übertreffen ist. Die Atlasbindung, die hier zum Einsatz kommt, hat zur Folge, dass das Inlett zwei Seiten hat – eine, auf der die sogenannten Kettenfäden, und eine, auf der die Schussfäden sichtbar sind.

Im Vergleich zur Daunenbettdecke ist das Inlett, also die Hülle, in die die Daunen hineingehören, vergleichsweise günstig – allerdings ist die Qualität hier natürlich maßgebend. Während weniger hochwertige Perkal-Hüllen bereits ab rund 50 Euro zu haben sind, ist eine Satin- oder superfeine Mako-Batist Hülle nicht unter 100 Euro erhältlich. Allerdings stellt sich überhaupt die Frage, warum man nur das Inlett ohne Füllung kaufen sollte – in manchen Fällen kann das jedoch Sinn machen. Lesen Sie dazu auch den Daunenfeder.com-Artikel „Daunenbettdecke auffüllen: Schritt für Schritt“.